01.01.2017

Wasseraufbereitungsanlage für SCA

Im Februar 2016 begannen die ersten Planungen für eine Wasseraufbereitungsanlage in Mainz, nachdem Kliewe sich gegen renommierte Mitbewerber durchgesetzt hatte. Pro Stunde sollen bis zu 350 m³ Mainwasser für den Produktionsprozess bei der SCA Hygiene Product GmbH aufbereitet werden.

SCA entwickelt und produziert nachhaltige Hygiene-, Tissue und Forstprodukte und vertreibt diese in über 100 Ländern an Endverbraucher und Industriekunden. Dabei wird das herkömmliche Verfahren durch die moderne Ultrafiltration ersetzt. Für dieses Projekt übernimmt Kliewe die Gesamtkonzeption von der Projektplanung und -auslegung über den Einkauf der Komponenten bis hin zur Konstruktion und Montage.

Ultrafiltration - Eine Hightechanlage zur Wasseraufbereitung

Das Herzstück der Anlage ist das Ultrafiltrationssystem, ein mechanisches Trennverfahren aus dem Bereich der Membrantechnik. Mit dieser Anlage lassen sich makromolekulare Substanzen und Kleinstpartikel aus einem Medium abtrennen. Eine Hightechanlage, die eine optimale Wasserfiltration garantiert.

Bevor das Wasser allerdings bei dieser finalen Stufe der Filtration angelangt, durchläuft es mehrere Vorbehandlungsstufen, um mittels Siebrechen, Separator und Rückspülfilter eine maximale Trübstoffgröße von 100 μm zu erreichen. Um einen durchgängigen Betrieb zu garantieren, sind die Filtrationsstufen redundant ausgelegt.

Nach der Planung begann Kliewe im Juni 2016 mit der Herstellung und Vormontage am Kliewe-Hauptsitz in Hamburg.

Um geeignete Räumlichkeiten für die Komponenten zu schaffen, wurde auf dem Firmengelände von SCA ein neues Gebäude errichtet. Bei der Planung gab es einen engen Kontakt zwischen Kliewe und SCA, damit die Anlagentechnik später reibungslos in die Räume integriert werden kann.

Ende August begann die Montage der Flusswasseraufbereitung im neuen Gebäude vor Ort. Die Fachleute von Kliewe reisten nach Mainz, um die Anlieferung der Großkomponenten zu beaufsichtigen und die einzelnen Bauteile an die richtigen Positionen zu bringen.

Installation per Kran - kein Problem für Kliewe

Die erste große Herausforderung stellt die Installation und Befestigung der Großkomponenten dar. Neben zahlreichen Pumpen müssen verschiedene Behälter und vier Ultrafiltrationseinheiten an den richtigen Ort gebracht werden, was auf grund der Größe und des Gewichts nur per Kran möglich ist. Anschließend werden die einzelnen Komponenten mit Rohrleitungen inklusive integrierter Messtechnik verbunden. Sobald diese Arbeiten abgeschlossen sind, geht es an die Feinarbeit. Neben der Konstruktion und Montage macht Kliewe auch die Vorgaben für die Programmierung der Anlage und ist für die Elektrotechnik zuständig, d. h. für die Planung und den Bau der Schaltschränke, sowie die Verkabelung der Komponenten vor Ort. Anfang November beginnt die Inbetriebnahme und danach der Probebetrieb. Noch in diesem Jahr soll die Anlage in den Produktionsprozess integriert werden. Auch in Zukunft werden die Profis von Kliewe für die Wartung des Projekts zuständig sein.

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